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Schloss Amalienlust in Homburg

 

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Römisches Pfeilergrabmal in Tholey

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Kirche in Brücken

Schloss Philippsburg

Schloss Philippsburg in Niederwürzbach

Außergewöhnlich waren die gläsernen Dächer des Schlosses, die sich auf dem großen Saal und als Abschluss der Kuppel auf dem Festsaal befanden. Was heutzutage alltäglich und unspektakulär ist, war um 1782 eine bautechnische Sensation. Vor allem die Kombination mit gusseisernen Traggliedern nahm das vorweg, was man heute landläufig als Glas- und Stahlkonstruktion bezeichnet. Die Verwendung von Gusseisen und Glas war jedoch Ende des 18. Jahrhunderts nicht ganz neu. Man kannte die Kombination, allerdings ausschließlich in Verwendung für den Bau von Gewächshäusern. Und hier waren es nicht die Dächer, die verglast waren, sondern die nach Süden ausgerichteten Wände, die zwecks besserer Ausbeute des Sonnenlichtes geneigt waren. Insofern waren die Dächer der Philippsburg in dieser Verwendung ein absolutes Novum.

Ermöglicht wurde dieser Materialeinsatz durch die in der Grafschaft befindlichen Industrien, vor allem den Glashütten und dem Eisenwerk in St. Ingbert, dass ebenfalls zur Grafschaft Blieskastel gehörte. Das Dach des "gläsernen Saales" ruhte auf sechs gusseisernen Säulenpaaren, die gusseiserne Sparren trugen. Auf ihnen lagen die Glastafeln auf, die zum Schutz gegen Zersplittern ein Drahtgeflecht enthielten. Es ergab sich so quasi eine dreischiffige Gliederung des Saales, dessen Seitenwände keinerlei Fenster besaßen. Die Belichtung erfolgte indirekt über das Dach, eine Situation, wie sie seit dem 19. Jahrhundert im Museumsbau eingesetzt wurde. (1)

 

Schloss Pettersheim

Schloss Pettersheim in Herschweiler-Pettersheim

Pettersheim diente nun nicht nur als Jagdschloss, sondern auch als herzogliches Quartier bei Aufenthalten des Hofes im Kuseler Umland. Im November 1775 verstarb hier Christian IV. Sein Nachfolger Carl II. August übernahm das Schloss und ließ es teilweise neu ausstatten, wobei hierzu Mobiliar aus Pariser Werkstätten und Lyoneser Tapeten verwendet wurden. Vier Appartements sind nachweisbar: je eines für den Herzog, die Herzogin, den Erbprinzen und die Oberhofmeisterin Caroline Auguste von Esebeck, die gleichzeitig die Grande Maitresse Carls II. war. Mit der Übersiedlung des Zweibrücker Hofes auf den Homburger Carlsberg wurde es auch in Pettersheim ruhiger, wenn auch das Schloss noch gelegentlich zu Jagdaufenthalten genutzt wurde. 1793 wurden Teile der Ausstattung vor den marodierenden Revolutionstruppen über Kastellaun nach Mannheim gerettet. Das Schloss wurde geplündert und angezündet. Im Laufe des 19. Jahrhunderts verschwand der größte Teil der Anlage. Lediglich der alte Bau von Sundahl sowie einer der Pavillons von Pierre Patte sind noch - wenn auch stark verändert - erhalten. Der weitläufige und aufwendig, nach Entwürfen von Johann Ludwig Petri gestaltete Park ist längst verschwunden und teilweise überbaut.(1)